DIE WIEDERKEHR DER PLATONISCHEN KÖRPER

#update: irgendwann 2014 gehts damit weiter. die mehrjährige gema sperrfrist für alte werke von ex- mitgliedern ist dann abgelaufen …#

liebe freundinnen und freunde der akustischen kunst,

die platonischen körper sind hier und jetzt eine stahlbildnerische serie von fünf plastiken, oder besser: basketballgroßen objekten. die proportionen der  mathemathischen mystik keines geringeren als platon stecken dahinter, und natürlich mein eigenes streben nach dem unerforschlichen und transzendenten …

in ganzzahligen harmonien gebe es keine anderen als diese fünf aus jeweils einer flächenart gebildeten körper.  so enthält ein fußball fünfecke und sechsecke, und ist damit eher ein fulleren- körper, und eine billard kugel kann zwar verschiedene farben haben, ist aber eben:  rund. im gegensatz zum fußball …

1995 gab es in der kölner galerie schüppenhauer fünf konzerte: an jedem abend wurde die gesamte strecke von fünf stücken für sopraninosaxophon von mir komplett aufgeführt, direkt auf die damals revolutionär neue direct to cd technik aufgenommen und diese einzelne cd dann in den platonischen körpern eingeschlossen.  jeder der aus bestem krupp stahl gefertigten körper hat eine eingriffsklappe, die durch ein magnetschloß gesichert ist. dieses ist durch ein elektronisches zahlenschloß gesichert, das über eine solarzelle mit energie versorgt wird, und über eine zehnertastatur verfügt.

falls sie also meinen, die permanante aufnehmerei von allem und jedem wäre für ihr seelenheil das beste, dann knobeln sie mal ein wenig.  dann hören sie 1995 nochmal.

einfacher wäre es an eine wiederaufführung zu denken, in einem der primzahlenreihe entstammenden angemessenen zeitintervall vielleicht …

dann hörten sie die zukünftige gegenwart.  tja, schon damals regte ich mich über die cd produktionswut auf, wer geht denn da noch in konzerte ?  und heute landet alles in armer qualität in irgendwelchen netzwerken, komprimierte audiodaten vermurksen schon kindern das gehör – das geht auch besser.

es ist also zeit, an eine wiederkehr der platonischen körper zu denken, hier sehen sie sie schon einmal im lichte des sonnanaufgangs.  da würde es eher musik für fünf verschiedene saxophone geben, denn damals ist heute vorbei.

hier finden sie auf der alten webseite einen alten bericht mit lustigen bildern.

und ich bleibe dabei: die alten fußballtrainer hatten unrecht: der ball ist nicht rund, er ist ein dynamisch durch äußere gewalt deformiert werdendes buckminster – fulleren.

und erst recht kein platonischer körper …

m.e.z.

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