PLATONISCHE KÖRPER AM HELLICHTEN TAGE

liebe freundinnen und freunde der akustischen kunst,

nach dunklen würfeln und glitzernden farbzungen des nächtens sehen sie nun die platonischen körper endlich im tageslicht !

das lange warten hat seinen guten bzw. traurigen grund: mitten im spätsommer zeigte sich der himmel wolkenverhangen, erst jetzt ergab sich ein etwas schöneres licht.

die genaue verarbeitung der körper ist auch nach jahren noch gut sichtbar.  so war es eine arbeit vieler tage, nach dem rohbau und vor dem einbau der empfindlichen elektronik die spätere oberfläche zu beschleifen, und zwar mit dem bird eye- muster.

dadurch ergeben sich auch bei schärfster linseneinstellung fotos von transdimensionaler feinstrukturierung, die dem musikalischen themenmaterial zur seite stehen.

in der tat wurde das dodekaeder geknackt, die ursprünglich in der mitte zwischen den langen stäben eingesteckte cd vernichtet, und dieser körper somit wieder geöffnet für eine weitere verwendung.

ob es in jahrzehnten noch möglich sein wird, die vier in den anderen körpern enthaltenen cds abzuspielen, weiß jetzt niemand. immerhin erlaubt das offene dodekaeder eine fortführung der konzertperformance auch über das ende der digitalen kultur hinaus …

… so als wäre das alles kein zufall, von höherer instanz geplant und nur dem emsigen beobachter nach einer weile überhaupt verständlich.

ich versichere ihnen: das ist auch so !

besonderer dank gilt benedikt zaja für die hilfe beim rohbau, und matej kelc für die elektronische programmierung der codeschlösser, und der galerie schüppenhauer in köln für damals fünf unvergeßliche konzerttage.

m.e.z.

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