6032 32513

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Zwei Freunde fahren in den Osten. Mit gutem Grund: es gilt etwas zu erforschen, Leben zu suchen. Wo es mal war, und wo es endete.

In den Gedenkstätten der KZs Buchenwald und Mittelbau-Dora werden sie fündig. Es sind dort Menschen dokumentiert, offenbar Verwandte, Spuren ihrer Haft, ihre Transportdaten. Ins Nichts.

Dann gibt es dieses Zeugnis: reine Gastfreundschaft, in der Kirche St. Peter in Nohra, um das Erlebte musikalisch zu fassen, den Energien nachzuspüren, die diese Reise offenbart hat. Die Aufnahmegeräte werden rasch aufgebaut. Sie dokumentieren diesen Moment.

Das Atmen nach dem, was war. Die Unfasslichkeiten. Uns jetzt Lebende.
Die Asche und die sehr vage Hoffnung, es könnte ein Mensch das alles überlebt haben, als gäbe es überhaupt ein Versprechen auf das Leben.

Zwei Instrumente tönen: das Akkordeon und die Klarinette. Sie spielen keine Klesmermusik, oder Klassik, oder eine andere Kategorie: es klingt die Seele der zwei Menschen, die an etliche Andere denken. Ja, wir hören auch Strukturen, Kunst der Fuge, Goodman, und vor allem: das Jetzt.

Die CD ist eine gute Tat der Erinnerung: sie zeigt einen Schatten des Lebens, das selbst keine Asche geblieben ist, sondern Licht als Quelle hat.

Unser Dank gilt: der Evangelischen Kirchengemeinde St. Peter in Nohra, Dr. Regine Heubaum, Dr. Harry Stein, Dr. Jens-Christian Wagner, den Teams der Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau – Dora, und besonders Herrn Oskar Mehler.

Marijan Zaja (1908 – ca.1944) erhielt im KZ Flossenbürg die Häftlingsnummer 6032 und in Buchenwald die Nummer 32513. Die Deportation in das Vernichtungslager Majdanek erfolgte nach monatelanger schwerster Zwangsarbeit im KZ Mittelbau-Dora zum Aufbau der V2 Raketenproduktion am 15. Januar 1944.

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