SIE LEBEN

liebe freundi_nnen der künste,

ja, es gibt immer noch funde von den alten, die vor uns waren. aus bekannten gründen ist das nicht immer leicht, dem gebot zu folgen: du sollst mutter und vater ehren.

frech übersetzt: du sollst die vor dir da waren ehren.

auch das ist nicht leicht, denn nur das studium der ältesten weisheiten kann vielleicht den irrsinn vergangener jahrhunderte irgendwie erträglich machen,  zumindest den empfindsamen naturen.

also gehört zum projekt „mijn levensreis“, weiter nach denen zu suchen, die vor mir waren.  nicht nur die alten texte in den schönsten museen und gedenkstätten sind hier wichtig, auch die erinnerungen von neu kennengelernten freunden: war die liste der opfer in ghettos und KZ´s existent und schlimm, so gibt es noch mehr namen.

milan zaja aus zagreb nennt sie:

zaja petar, zaja marija, zaja katarina, zaja ivka.

sie haben die lager überlebt und sind in ihre heimat zurückgekehrt. es war nicht einfach. und es ist nicht berichtet worden von rache, hass und feindschaft den jüngeren gegenüber.  aber von großer trauer, nie zu erfahren, wo die liebsten geblieben sind …

wir ehren auch sie, wenn möglich, nennen wir ihre namen, damit ihre seelen wissen: sie leben.

m.e..z.

foto: emanuel zaja,1979, היכל הספר

QR_emu79

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