EINE WEITERE LISTE UND DOPPELTES JUBILÄUM

liebe freund_innen der künste,

in der mitte der letzten woche war es soweit: seit 25 jahren musizieren guido grospietsch und ich selbst zusammen, mal mehr, mal etwas sparsam – vertrocknet, aber ein vierteljahrhundert ist nun: rum.

die neunziger waren tatsächlich noch einfacher für musikanten, jaja auch waren wir jünger. vorbei !

nicht vorbei ist ein anderes erinnern: vor 75 jahren starteten die deportationen der juden nach dem osten, aus gleis 17 des bahnhofs in berlin grunewald.

die von geflüchteten menschen aus dem westen ( ja auch die hugenotten mußten mal schnell abhauen …) und dem osten herstammenden freunde spielten einige werke in der kunstkirche bochum, genau zum datumstag. mitten im aufbau der neuen ausstellung von christoph lammert. danke für die entspannte situation !

die improvisation für stimme, altsaxophon und klarinette über die liste meiner vorfahren soll aus gründen des gedenkens hörbar sein.

noch ein detail: vor dem beginn der deportationen war die ausreise jüdischer deutscher verboten worden. und warum denn nicht mehr vorher „ausreisten“ ? …

…weil kaum ein zielland diese flüchtlinge aufnehmen wollte.

selber lesen: bericht in der jüdischen allgemeinen

die gedenkmusik hören sie hier:

g17-2

g17-1g17-3

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