SHTETL UND DIE SIEBEN PFORTEN

liebe freund*innen der künste,

shtetl eröffnete am 9. april 2017 das kleine und einzig bleibende konzertreihlein „die sieben pforten“ .

inmitten der eigens von jens. j. meyer umgebauten kirche st. joseph am dellplatz in duisburg trafen bedeutende vertreter der religionen und auch weltliche gäste zusammen, um mit einem großen eröffnungsimpuls und sechs vortragskonzerten einige grundlegende dinge zu besprechen, die sich zwischen menschen nun mal ergeben. der psalm 118 und der darin enthaltene ruf : „öffnet mir die tore der gerechtigkeit“ lassen ahnen, wie tief diese unternehmung in die quellen unserer kultur zielte und wie aktuell auch die ältesten worte sein können.

am besten schauen sie einfach den film, den tom briele gedreht hat.

und natürlich würden sie gute musik hören, und gute worte.

m.e.z.

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shtetl – premiere und deuximiere

shtetl

„Wenn die Welt nicht nur die bunte Vermischung irgendwelcher Antagonismen ist, sondern aus Menschen bestünde, die sich zuhören, dann wäre die beste Weltmusik immer diejenige, die gerade jetzt entsteht.“
(Markus Emanuel Zaja, Apokryphen, Band 2)

Das Ensemble shtetl verbindet in der Musik völlig unterschiedliche Menschen. Ihr musischer Horizont umfaßt sehr heterogene Traditionen aus dem älteren Europa: sind die Musizierenden doch alle I(m)Migranten der zweiten, dritten oder vierten Generation oder im Einzelfall Ureinwohner der Ruhrstadt, die früher mal Ruhrpott war. Und davor Bauernland.

Alles ist authentisch. Die Stimme singt und spricht, kennt alle Urlaute. Die Stahlzungen strahlen, aber nur gelegentlich, sie atmen, wie Flöte, Klarinette, und das Baßgestreich ist delikat, als könnt’s die Fidel sein. Oder ein indisches Harmonium oder oder oder.

Diese wunderbare Musik, deren verschiedene Gewohnheiten Jahrhunderte zurückreichen, entsteht immer nur dann, wenn wir alle leben: im Jetzt. In der Gegenwart. Mitten in der Welt. Ohne Noten. Ohne gegenseitige Berechnung.

Aktueller geht es nicht. Nirgendwo. Nirgendwann. In keiner Welt der Welt.

Und die kleinste Welt ist eben das shtetl. Verkackt. Vernichtet.

Ewig lebendig, im Jetzt.

Das große Benefizkonzert für Donezk_bas ist ein guter Start.

So wie als wie ins Neue Jahr.

shtetl_01

Programm DONEZK_BAS KONZERTE